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Gathmann Michaelis und Freunde | Detail

Aktiv für Arbeit - Aktionstage Arbeitsmarktpolitik 28. bis 30. September 2026 der LAG FW NRW

Menschen, die Leistungen der Grundsicherung beziehen, haben Anspruch auf Unterstützung auf ihrem Weg in Arbeit. Beratung, Qualifizierung, Coaching und öffentlich geförderte Beschäftigung helfen ihnen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Diese Angebote werden aus dem sogenannten Eingliederungstitel des Bundes finanziert. Doch seit Jahren reichen die Mittel für die Verwaltung der Jobcenter nicht aus. Deshalb werden immer häufiger zulasten der Menschen, die Unterstützung benötigen, Gelder aus der Arbeitsförderung in die Verwaltung umgeschichtet.

Mit den Aktionstagen setzt die Freie Wohlfahrtspflege gemeinsam mit ihren Trägern ein Zeichen für eine verlässliche Finanzierung aktiver Arbeitsmarktpolitik. „Hinter jeder Beschäftigung und jeder Vermittlung steht eine persönliche Geschichte eines Menschen, oftmals geprägt von individuellen Schicksalsschlägen“, so Muna Hischma, Abteilungsleitung Soziales der AWO Westliches Westfalen. „Unsere Träger bieten vor Ort wirksame Maßnahmen und Angebote, die dazu beitragen, für und mit Menschen tragfähige Perspektiven in Ausbildung und Arbeit zu eröffnen. Diese gilt es verlässlich und langfristig zu sichern.“ appelliert Hischma.

Auch mit Blick auf den Bundeshaushalt 2027 zeichnet sich ab, dass die tatsächlich für Eingliederungsleistungen verfügbaren Mittel weiter unter Druck geraten könnten. Ursache ist insbesondere die anhaltende Unterfinanzierung der Verwaltungshaushalte, die in vielen Fällen Umschichtungen zulasten der aktiven Arbeitsmarktpolitik erforderlich macht. Zwar unterstreicht der vorgesehene Eingliederungstitel die politische Bedeutung aktiver Arbeitsmarktpolitik, seine Wirkung kann jedoch nur dann voll entfaltet werden, wenn die Mittel tatsächlich für Förderung und Integration eingesetzt werden.

Die gegenseitige Deckungsfähigkeit von Verwaltungs- und Eingliederungstitel schwächt die aktive Arbeitsmarktpolitik und erschwert eine bedarfsgerechte Förderung vor Ort. Die Freie Wohlfahrtspflege fordert daher eine Beendigung dieser Finanzierungssystematik sowie eine verbindliche Sicherung einer aktiven Arbeitsmarktpolitik.

Weitere Informationen: https://www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/initiativen/aktiv-fuer-arbeit/aktionen-vor-ort

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